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8.-11. August 2019

Südamerikanische Lebensfreude und faszinierende Fußballkunst

Der 17. Rostocker Pils-Hanse-Sail-Cup 2019 gestaltete sich zu einem wahren Feuerwerk des Fußballs. Zehn Teams aus sieben Ländern feierten jedes der 10-minütigen Spiele frenetisch.

So sehen Sieger aus: Mannschaft „Kruzenshtern“ mit Siegerpokal, Fußball zum Geschenk und, wie immer, ein paar Kästen Rostocker Bier. Foto: Wolfgang Dalk

Diese unbändige Lebensfreude und die faszinierenden Fußballkunst  verwandelte die Fiete-Reder-Halle von Marienehe in einen Ort des Feierns. 

Riesige Begeisterung beim fulminanten Torschuss von Brandon Josè Garcia („Cuauhtmoc“), beim Spitze-Hacke-Tor von Christian Fink (Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“) oder bei der großartigen Torwartleistung von Fabian Petrik im Spiel gegen die Mannschaft „Mir I“, das nur 0:2 verloren wurde. Die Halle tobte.

Glänzende Ballstafetten der Spieler von „Amerigo Vespucci I“ und ein attraktives Kurzpassspiel mit  sehenswerten Torschüssen der Mannschaften der mexikanischen „Cuauhtmoc“, die erstmalig auf der Hanse Sail zu Gast ist. Die beeindruckende Athletik der kämpferisch energischen Spieler von der russischen „Kuzenshtern“  begeisterten die Zuschauer, brachten aber den Schiedsrichter Runge beinahe dazu, nach Verwarnung die rote Karte zu ziehen.

Doch nicht nur ihm gelang es, die hitzigen Gemüter zu beruhigen. Auch Sprechchöre, Jubelschreie und verrückte Tanzeinlagen dem einzigen Team mit Damen, nämlich die von der „Fridjof Nansen“. Neun Mädels und Frauen wurden neben drei Männern aufgeboten. Was sie auf dem Parkett nicht zustande brachten, war auf den Rängen Weltspitze. Ihre Ausgelassenheit begeisterte die „Gloria“-Spieler aus Kolumbien derart, dass sie den Damen Trikots des „Gloria“-Teams schenkten. Sehr galant von ihnen! Genauso wie die gentlemanlike Abwehr der russischen Mannschaft von „Mir II“. So ließen sie die Damen im Spiel um den 9. Platz 1:0 siegen und nahmen lächelnd den 10. und damit letzten Platz ein. Chapeau!              

So nett ging es weder in den Spielen um den 7. Platz („Mir I“ gegen „Amerigo Vespuscci I“ 0:2), noch in dem starken Kampf um Platz 5 („Cuauhtmoc II“ gegen Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ 0:1), auch nicht beim Spiel „Amerigo Vespucci II“ gegen „Cuauhtmoc I“ um den 3. Platz zu. Erst durch Elferschießen konnte das Match für „Amerigo Vespucci II“ entschieden werden.

Dann das Endspiel. „Kruzenshtern“ gegen „Gloria“. An Spannung und fußballerischer Qualität und Einsatzfreude kaum zu überbieten. Als Held des Spiels zeigte sich der „Kruzenshtern“-Torwart Ila Rumjantsev. „Gloria“-Stürmer Maurico Rua konnte den Ball an dem artistisch vorschnellenden Ilja nicht vorbeibringen. Die spielerisch überlegenen, aber zu verspielten Kolumbianer blieben wie ihre russischen Gegner in den regulären zehn Minuten torlos. Erst im Elfmeterschießen zeigten die Kolumbianer schwache Nerven, verschossen zweimal und vergaben so den Sieg an das Team der „Kruzenshtern“. Die Mannschaft konnte diesen Erfolg nach vier glücklosen Endspiel-Teilnahmen (2003, 2012, 2016 und 2018) zum ersten Mal erringen. Berechtigt warfen die Sieger unter donnerndem Beifall ihren Torwart in die Höhe.                                           

Zur 29. Hanse Sail zeigte die Völker verbindende Idee eines Gerhard Wendt aus dem Jahre 2003, ein Fußballturnier der Hanse-Sail-Schiffsmannschaften  zu organisieren, ihre andauernde und glückliche Kraft.

Wolfgang Dalk

MITSEGELN
während der Hanse Sail 2015

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