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9.-12. August 2018

Die „Seebiene“ macht sich für saubere Weltmeere stark

Auf der 28. Hanse Sail können Besucher nicht nur über die Bummelmeilen im Stadthafen und in Warnemünde streifen, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen der Schiffe werfen.

Die „Seebiene“ lädt an allen vier Sail-Tagen im Stadthafen zu Open-Ship an Bord. Foto: Leonie Drees

Die „MS Seebiene“, ein Motorschiff aus dem Jahr 1963, lädt an allen vier Sail-Tagen von 12 bis 20 Uhr zu Open-Ship an ihrem Liegeplatz 84 im Stadthafen ein, bei dem die Besucher, mit einem kühlen Getränk von der Bar, über die Verschmutzung der Meere durch Plastik informiert werden.

Das Projekt des SEA CLEAN Vereins, der seinen Sitz in Stralsund hat, steckt noch in den Kinderfüßen. Aber sie haben Großes vor: „Jedes Jahr gelangen acht Millionen Tonnen Plastikmüll in unsere Meere. Dagegen müssen wir etwas tun, sonst ist es nicht mehr zu stoppen“, so Jens Wermter, Vorstandsvorsitzender des Vereins und Kapitän der „Seebiene“. SEA CLEAN e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Meere von Plastikmüll zu befreien. Dafür fischen sie nach Plastikabfällen und konvertieren diese direkt an Bord zu Kraftstoff. Nach langjährigen Experimenten konnte die erste Anlage an Bord der „MS Cutty Jean“ auf Malta installiert werden. Auf der „Seebiene“ wird im nächsten Winter eine solche Technik installiert.

Die Crew möchte die 28. Hanse Sail dafür nutzen, möglichst viele Besucher auf das Problem der Verschmutzung der Weltmeere aufmerksam zu machen. „Wir wollten dorthin, wo die Leute maritim interessiert sind und uns vorstellen. Die Sail in Rostock ist dafür eine tolle Plattform. Darüber hinaus brauchen wir, um wirklich etwas bewegen zu können, vor allem Sponsoren, die unser Projekt unterstützen“, wirbt Jens Wermter. Hauptziel für die Zukunft ist es, den Menschen zu vermitteln, dass Altplastik einen Wert hat, damit es nicht mehr achtlos weggeworfen wird.


Leonie Drees


MITSEGELN
während der Hanse Sail 2015

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