Hanse Sail in Hohe Düne: Das konnte man bei der Deutschen Marine erleben

Nach zwei Jahren Pause hat die Deutsche Marine zur diesjährigen Hanse Sail erneut die Tore ihres Stützpunktes in Hohe Düne geöffnet. Und das kam gut an. Mehr als 20.000 Besucher haben die Chance ergriffen und sich zwischen Donnerstag und Sonntag auf dem Gelände umgeschaut. Sie durften sich auf abgefahrene Fahrzeuge, actionreiche Mitmachangebote und atemberaubende Vorführungen freuen.

Pilot und Einsatzstabsoffizier Phillipp Pottmeyer steht vor dem "Sea Lion". (c) Susanne Gidzinski

Klarer Höhepunkt: das Segelschulschiff „Gorch Fock“. Die 1958 gebaute weiße Bark wird noch heute regelmäßig für die Ausbildung von Offizieranwerter*innen sowie des seemännischen Nachwuchses eingesetzt. Die Kadett*innen erfahren während ihrer Grundausbildung, was Teamwork in der Praxis bedeutet.

Denn: Schiff lässt sich ausschließlich in Zusammenarbeite mit der Gruppe bewältigen. Wie die Arbeit an Bord funktioniert, konnten die Gäste der 31. Hanse Sail diesmal am Passagierkai in Warnemünde erfahren. Rund 6 000 Menschen ließen sich diese einmalige Möglichkeit nicht entgehen.

Doch der Dreimaster war bei Weitem nicht die einzige maritime Attraktion, welche die Deutsche Marin während der vier Sail-Tage in petto hatte. Auf der gegenüberliegenden Seite der Warnow – im Stützpunkt selbst – konnten die Korvette „Oldenburg“ sowie das polnische Segelschulschiff „Iskra“ besichtigt werden.

Marine präsentiert neusten Mehrzweckhubschrauber

Ein weiteres Highlight an Land war der Sea Lion – der neue Mehrzweckhubschrauber der Marine, welcher zur 31. Hanse Sail erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Bereits im nächsten Jahr soll der hochmoderne Hubschrauber im Bereich der Seenotrettung auf Nord- und Ostsee zum Einsatz kommen, wie Pilot und Einsatzstabsoffizier Philipp Pottmeyer verriet.

Noch bevor der Helikopter aber zu seinen ersten Rettungsaktionen vor der deutschen Küste aufbricht, konnten Interessiert den neuen Hubschrauber NH90 aus nächster Nähe erleben. Wem das nicht genug war, der konnte vom Stützpunkt aus zu einem zivilen Rundflug starten.

Attraktionen für Groß und Klein

Für viel Familienspaß sorgten unter anderem die Havelberger Pioniere. Sie boten den kleinen und großen Gästen unter anderem Mitfahrten auf ihren Booten an.

Ebenfalls an der Kaikante gelegen: der Stand der Warnemünder Tauchergruppe. In regelmäßigen Abständen wagten sich die Kameraden ins kühle Nass. Nein, nicht etwa in die Warnow, sondern in einen Container. Durch eine Scheibe hindurch könnten die Passanten beobachten, wie die Soldaten scheinbar schwerelos durchs Wasser gleiteten. Und das, obwohl ihre Ausrüstung eigentlich kiloschwer ist.

„Blaulichtfraktionen“ stellen sich vor

Neben den verschiedenen Dienststellen haben sich auch Teile der „Blaulichtfraktion“ wie unter anderem das Technische Hilfswerk (THW), die Bundes- sowie Wasserschutzpolizei und die Stützpunktfeuerwehr mit ihrer neuen aufschiebbaren Drehleiter vorgestellt. Interessierte Nachwuchsretter konnten sich zudem beim Löschen eines Brandes versuchen.

Bild: Pilot und Einsatzstabsoffizier Phillipp Pottmeyer steht vor dem "Sea Lion". (c) Susanne Gidzinski