Ein Baum für die Völkerverständigung

Heute wurde an historischer Stelle eine neue Tradition begründet: Nahe dem Ort, an dem Rostock zuerst besiedelt war, steht nun eine neue Birke. Sie soll nicht nur ein Zeichen für Nachhaltigkeit sein, sondern auch den internationalen Zusammenhalt stärken.

„Mit der Birke möchten wir den Charakter der Hanse Sail betonen“, sagte die kommissarische Leiterin der Hanse Sail, Bettina Fust, von der auch die Idee stammt. „Wir holen Menschen verschiedener Nationen nach Rostock, damit sie sich austauschen, Verständnis füreinander aufbauen und vielleicht sogar Freundschaften schließen können.“ 

Aus jedem der sieben Teilnehmerländer der Sail 2022 war ein Vertreter anwesend, darunter Kapitäne und Crewmitglieder, der Rektor der Universität Klaipeda und die deutschen Honorarkonsulinnen von Schweden und Dänemark. Gemeinsam griffen sie zu den Spaten und füllten das Pflanzloch mit Erde.

Tradition soll wachsen

„Wir laden dazu ein, immer wieder hierher zu kommen, um zu sehen, wie es unserer Hanse Sail-Birke geht“, so Fust weiter. „Wir möchten das Pflanzen eines Baumes zur Tradition werden lassen.“
 
Gesponsert wurde der Baum von der FSN Fördertechnik GmbH. „Zum einen ist der Klimawandel ein Thema, dem wir uns alle stellen müssen“, sagte Geschäftsführer Tom Scheffler. „Aber wir sehen ja gerade auch, dass vermeintlich weit entfernt geglaubte Konflikte unter Menschen unser aller Leben beeinflussen können. Insofern sehen wir diese Pflanz-Aktion auch als Zeichen für Freundschaft und Zusammenhalt – das ist ein wichtiges Signal in dieser Zeit.“