Der Wind des Neuen durchweht die Mini Sail 2019

Die Mini-Sail erfreut sich seit Jahren regen Zuspruchs der Fachkenner in Sachen Schiffs- und Flugmodellbau. In Nachbarschaft zum Traditionsschiff „Dresden“ stellten Modellbauer ihre imposanten Kreationen aus.

Michael Salewski bereitet den achtjährigen Ben Jahr aus Lübeck zur Ausfahrt seines blauen Schiffes vor. Foto: Wolfgang Dalk

Umsichtig betreut von der Hanse Sail schaffte Eberhard Stoffer (77) seit Jahren die besten Bedingungen für Schiffe, Flugzeuge und ihre Erbauer. Der Altmeister hat in den letzten Jahren Daniel Krabbe (42) herangezogen, ihn eingewiesen und mitwirken lassen bei der Aufgabenlösung auf allen Arbeitsgebieten. Heute widmet sich Daniel dem Mini-Sail-Geschehen.

Ihm zur Seite stehen – wie in all den Jahren zuvor – die IGA Rostock GmbH unter Leitung von Matthias Horn, die Besatzung des Traditionsschiffes und in diesem Jahr erstmalig auch die IWM events GmbH Hamburg unter der Leitung von Tom Witt. Mit von der Party ist die Supremesurfshop GmbH mit Stand-Up Paddling für jedermann und eine Crew Industriekletterer, die an dem Traditionsschiff  „Dresden“ ihr Metier demonstrieren, geben mutigen Sail-Gästen die Chance, in einem Schnupperkurs selbst zu klettern. „Mit diesen Partnern sind Programmerweiterung umgesetzt, die bereits greifen und so manchen Gast aus nah und fern zu uns ziehen“, sagt Daniel Krabbe. Die Verbindung aus IGA Park, IWM events und Traditionsschiff macht eine erweiterte kulinarische Betreuung auch im Familienprogramm möglich. Crepés und Waffeln, Obst und Obstsäfte, Bratwurst und Elsässer Flammkuchen – für die Eltern auch handgemachte Cocktails, frisch gezapftes Bier, bekömmlichen Wein – und Vieles mehr.

Auch neu im Angebot ist, dass Kinder bestimmte Schiffsmodelle selber auf dem Gewässer vor dem Tradi zu Wasser lassen und fahren dürfen. Helfend steht ihnen Michael Salweski, gestandener Schiffsmodellbauer, zur Seite. Er kann die kleinen Besucher auch zum Schiffseigenbau anleiten. Das Schönste, die Kinder können dann die selbstgebastelten Modelle mit nach Hause nehmen. Das begeistert auch den Schleswig-Holsteiner Hans-Jürgen Koop, der sich um den Modellbauer-Nachwuchs sorgt und hofft, dass sich manches Mädchen bzw. mancher Junge für das Modellbasteln erwärmen kann. Er, heute 68 Jahre alt und pensionierter Maschinenbautechniker, hat als Knabe mit dem Basteln begonnen und kann bei seiner 6. Sail-Teilnahme auf ein Schmuckstück seiner Arbeit verweisen: Im Maßstab 1-5 hat er das amerikanische Motorschiff „Centrury Thunderbolt Chickie 1939“ nachgebaut. Anfang 2000 begann er mit der Arbeit, 2019 ist das Resultat ein Anziehungspunkt der Mini Sail. Ein weiterer Blickfang aus der Schweiz wird erwartet. „Matthias Gawrilow hat in den sozialen Netzwerken über unsere Mini Sail erfahren und reist nun mit dem Modell eines Segelkreuzers aus Bern an“, zeigt sich Daniel Krabbe stolz.

Glanzlichter dürften auch die erstmalig im Gelände präsentierten amerikanischen Oldtimer sein. Detlef Adler, Besitzer eines Pontiac Le Mans 1964 und eines Chevrolet Camero Coupè 1974 und Mitglied des Rostocker Vereins East Coast Cruizers American Cars e.V., erkundigt sich im Vorfeld nach den Gegebenheiten für die zehn Autos, die sein Verein am Wochenende präsentieren will. Erst zum zweiten Mal wird zum Kutterrennen „rund um das Schiff“ geladen. Gemeint ist natürlich eine Strecke rundum das Tradi Dresden“. Es weht ein frischer Wind durch die Mini Sail!
 

Wolfgang Dalk