Captain´s Breakfast | Kapitäne zu Tisch: So lief das Frühstück des Hanse Sail Vereins

Zum ersten Mal trafen sich Kapitäne zu ihrem traditionellen gemeinsamen Essen nicht am Abend, sondern zum Frühstück. Heute Vormittag saßen knapp 30 Männer und Frauen aus Polen, Schweden, Deutschland und den Niederlanden zusammen.

Wolfgang Bischoff vom Hanse Sail Verein begrüßte die Gäste im Rostocker Segelverein Citybootshafen e.V. (RSC 92). „Für uns ist das Wichtigste, Menschen zusammenzubringen und unsere Kontakte zu vertiefen. So können auch Fehler und Missverständnisse vermieden werden“, sagte er. „Wenn die Besucher die Hanse Sail verlassen, sollen sie schöne neue Eindrücke mitnehmen.“

Blick über den Tellerrand

Auch die Crew der „Santa Barbara Anna“ ist jedes Jahr vertreten. „Es ist sehr hilfreich, dass man nicht nur im eigenen Saft schmort, sondern auch mal über den Tellerrand hinausguckt“, meinte Kapitän Peter Mai. Gerade die deutschen Traditionsschiffe stünden vor großen Herausforderungen, um die Oldtimer in Fahrt zu halten. „Wir sind ein Stahlschiff, für uns gelten einige Regelungen wie für die Holzschiffe nicht. Aber auch wir arbeiten ehrenamtlich und müssen im Sommer das Geld einfahren, um es im Winter für Reparaturen und Werftaufenthalte zur Verfügung zu haben.“ Die Sicherheitsrichtlinie gilt nur in Deutschland, aber die Schiffe anderer Länder haben andere Auflagen zu erfüllen. 

Kontakte für die Zukunft

„Wir wollen das Kulturerbe der Traditionsschifffahrt pflegen und erhalten – da helfen persönliche Kontakte“, meinte Bischoff. „Auch was das Segeln betrifft, stellen wir Verbindungen her, zum Beispiel über die Baltic Sail, die ja die Dachorganisation der Hanse Sail ist.“ Historisch gesehen seien durch die politische Wende nach 1989 viele Verbindungen weggefallen, so Bischoff weiter. „Auch da hat uns die Hanse Sail geholfen, wieder neue Kontakte zu knüpfen.“