Besucher: Wieso wir die Hanse Sail lieben

Täglich lockt die Hanse Sail hunderttausende Besucher an den Rostocker Stadthafen, nach Warnemünde, Hohe Düne und in den IGA Park. Sowohl Urlauber als auch Einheimische lieben das maritime Fest.

Thomas Rufsatz (46) und seine Kinder Ellen (10) und Sören (13) schauen den Traditionsschiffen beim Kreuzen im Stadthafen zu. Foto: Susanne Gidzinski

Einer von ihnen ist Andreas Stein. Den Erfurter zieht es jedes Jahr wieder mit seiner Familie an die Ostseeküste. Wieso, weiß er ganz genau: „Es ist das Flair“, meint der 35-Jährige bestimmt. Die Hansestadt sei für ihn ein ganz besonderer Ort, denn hier habe er vor knapp zwölf Jahren seine heutige Ehefrau kennengelernt. „Seitdem besuchen wir die Sail immer gemeinsam“, verrät er. Statt zu zweit machen sie das Gelände nun zu viert unsicher. „Ich finde es schön, dass wir nun auch mit unseren Söhnen herkommen können.“

Thomas Rufsatz ist ebenfalls mit seinen beiden Kindern unterwegs. Während der Familienvater sich vor allem für die zahlreichen Traditionsschiffe interessiert, wollen Ellen (10) und Sören (13) sich auf dem Ninja-Parcours vergnügen. „Ich bin gespannt, was man da alles machen kann“, sagt der 13-Jährige. Anschließend will er mit seiner Schwester ein paar Runden auf dem Riesenrad drehen. Höhenangst haben sie nicht. „Das macht doch Spaß“, ruft Ellen voller Vorfreude.

In luftiger Höhe fühlen sich auch Claudia Richter und ihr Lebensgefährte Tom Möller wohl. „Wir haben heute schon einige Attraktionen ausprobiert“, berichtet die Berlinerin. Das Paar ist zum ersten Mal auf der Hanse Sail, weiß aber schon jetzt: „Wir kommen wieder“, so Möller. „Die Mischung aus Tradition und Moderne gefällt uns gut. Es gibt so unglaublich viel zu entdecken“, fügt Richter hinzu.

Marliese Seidel und Joachim Wünsche lassen es etwas ruhiger angehen. Mit langsamen Schritten laufen sie die Kaikante entlang – beobachten dabei wie die Schiffe im Stadthafen kreuzen. „Das ist immer wieder schön. Manche Segler bekommt man nur zu solchen Anlässen zu Gesicht“, sagt die 91-Jährige. Das maritime Fest haben sich die zwei Rostocker noch nie entgehen lassen. „Es ist jedes Jahr ein bisschen anders. Wir versuchen so viele Eindrücke, wie nur möglich zu sammeln.“ Obwohl das Fest noch bis Sonntag andauert, sind sie schon gespannt, was die Sail im nächsten Jahr zu bieten hat.

Susanne Gidzinski