Ausfahrten macht das „Elbe-3“-Feuerschiff „wie geschnittenes Brot“

Kapitän Gerd Peters ist mit seinem Feuerschiff „Elbe 3“ erstmalig bei der Hanse Sail in Rostock und zeigt sich „ungemein beeindruckt.“

Ein paar Minuten riss sich Käpt’n Peters von seiner Arbeit los, um sich stolz mit seiner „Elbe 3“ fotografieren zu lassen. Foto: Wolfgang Dalk

Der tüchtige Seemann besitzt seit 1974 sein Kapitänspatent und hat, als er von der aktiven Seefahrt Abschied genommen hatte, seiner Frau die Zusage abgerungen, auf dem Feuerschiff anheuern und dann den Chef-Posten übernehmen zu dürfen. „Ohne See und Wellengang geht es bei mir nicht,“ beteuert die Nummer 1 einer 16-köpfigen Crew, die Mitglied des Vereins „Museumshafen Oevelgönne“ im Hamburger Stadtteil Dithmarschen ist. „Unser Museumshafen verfügt über 11 Schiffe und mit ihnen über 500 Vereinsmitglieder“, erläutert Gerd Peters. Er verweist auf die enorme Arbeit, aus dem Leuchtschiff des Jahres 1888, das als Schifffahrtszeichen bis in 1966 in der Wesermündung diente, ein fahrfähiges Museumsschiff zu machen. „Zum Glück haben wir in unserem Verein die unterschiedlichsten Fachleute für Schiffsmotoren, Fahrmaschinen oder Elektronik, Elektrotechnik etc., so dass wir überwiegend aus eigenen Kräften den Umbau leisten konnten und heute Ausfahrten an die dänische und holländische Küste machen können, in Bornholm gewesen sind, in Wilhelmshaven, in Emden… alles Touren wie geschnittenes Brot“, schwärmt der Käpt’n und strahlt: „Nun ist unser traditionsreiches Museumsschiff auch in Rostock und das auch noch bei der Sail – ganz fein, zumal der erste Eindruck bereits großartig ist. Wir liegen hier am Kai des Kaputzenhofes bei strahlendem Sonnenschein, die Leute kommen zu Hauf aus der Innenstadt direkt an uns vorbei, die Meldungen für unser morgiges Open-Ship-Event sind überwältigend und unsere 50 Plätze zur Ausfahrt haben wir bald alle vergeben. Besser geht’s nicht.“                     

Wolfgang Dalk