Abtauchen auf der Hanse Sail

Schnell wird die Uniform gegen einen Helmtauchanzug getauscht und schon geht es los. Mit einem Satz hüpft ein Taucher der Deutschen Marine am Samstagvormittag ins kühle Nass. Nein, nicht etwa in die Warnow, sondern in einen Container mitten im Rostocker Stadthafen.

Durch eine Scheibe hindurch können Passanten beobachten, wie der junge Soldat scheinbar schwerelos durchs Wasser gleitet. Und das, obwohl seine Ausrüstung eigentlich kiloschwer ist. „Wie lange kann der da drinnen atmen“, fragt die vierjährige Mia ihren Papa. Ganz zufällig sind sie heute an dem Stand vorbeigekommen. Der große Menschenauflauf vor dem Becken hat sie neugierig gemacht.

Ehe ihr Vater ihr eine Antwort auf ihre Frage geben kann, macht das kleine Mädchen auch schon einen großen Satz zur Seite. Ohne Vorankündigung hat sich der Taucher nämlich an die Wasseroberfläche begeben und sämtlichen Zuschauern eine Abkühlung beschert. Damit hatte sie nicht gerechnet. „Jetzt bin ich ganz nass“, ruft Mia und bricht in Lachen aus.

Zu den Hauptaufgaben der Tauchergruppe des Marinestützpunktes Hohe Düne gehört die Instandhaltung der Piers und der im Hafen liegenden Schiffe. Aber auch Schweißarbeiten, Reparaturen und das Suchen und Bergen von Kampfmitteln stehen regelmäßig auf dem Plan.

Welche Ausrüstung dafür benötigt wird, wie diese anzulegen ist und welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um überhaupt Taucher bei der Deutschen Marine werden zu können, können Besucher der diesjährigen Hanse Sail auf der Haedgehalbinsel erfahren. Von 11 bis 18 Uhr werden am Sonntag außerdem mehrere Live-Vorführungen gezeigt. Außerdem: Um 18.30 Uhr können Schiffsfans die Korvette „Oldenburg“ – eine von aktuell insgesamt fünf Korvetten der Deutschen Marine beim Auslaufen aus dem Hafen Warnemünde beobachten.

Susanne Gidzinski