Ein Klabautermann für die Hanse-Sail in Rostock - Schutzpatron der Schiffe und der Seefahrer

In der Ära der Segelschifffahrt hatten die Seeleute auf ihren langen Reisen Zeit für Sagen und Erzählungen. Auch der Klabautermann wurde vielfach erwähnt. In den meisten europäischen Seefahrernationen waren die Kobolde wie Klabater – oder Klabautermänner -  immer ein Gesprächsthema. Sie waren stets die guten Geister, die gerne die Seeleute durch Klopfen am Schiffsrumpf auf kleine Reparaturen aufmerksam machen wollten. Ebenso rumorten sie in den Räumen, wenn die Ladung schlecht gestaut war. So wollten sie auf Gefahren für die nächste Reise hinweisen. Auf diese Art polterten sie durchs Schiff. Er war aber auch das Orakel für Schiffskatastrophen. Wenn er beim Verlassen des Schiffes gesehen wurde, bedeutete dies nichts Gutes für Schiff und Besatzung. In den meisten Sagen und Erzählungen ist er unsichtbar und wenn er sich zeigte, dann nur dem Kapitän.

Der Klabautermann für die Hanse-Sail, für das weltoffene und gastliche Rostock – für Seefahrer aus aller Welt. Er ist der gute Freund und Schutzpatron aller Seefahrer. Wenn er gesehen wurde, dann in Seemannskleidern, auffallend und farbig. Die Überlieferungen beschreiben ihn mit roten Haaren, grünen Zähnen, einem weißen Bart und mit Pfeife.  Der leichte Holzhammer am Gürtel war immer dabei.

Er empfängt die Besatzungen vieler Schiffe immer freundlich mit einem alten Seemannsgruß:

„Wenn unter Euch alte Leute sein sollten, die vor vierzig bis fünfzig Jahren selbst als Kapitän oder Matrose auf einem der Mecklenburger Schiffe gefahren sind, vielleicht gar welche von meinen Freunden aus Warnemünde, aus der Wismarer Gegend, aus Wustrow, dann rufe ich Euch den alten Mecklenburger Seemannsgruß zu, wie er früher auf dem Fischland üblich war:

„Es ist schön dich zu sehen – ich freue mich, dich wiederzusehen.“

 

 

 

R. Lotz

11. - 14. August 2022

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