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9.-12. August 2018

Wie sehen Rostocker die Hanse Sail? Felix Lange befragt in seiner Bachelorarbeit Stammgäste der Sail.

Ein Hoch auf die Praktikanten! Seit vielen Jahren arbeiten junge Frauen und Männer im Sommer im Team des Pressebüros und erleben die Warnemünder Woche und das große maritime Feste der Traditionsschiffe hautnah. Nicht als Zuschauer oder vorrangige „Kaffeekocher“, sondern als wichtige Mitarbeiter der Mannschaft. Natürlich ist das Praktikum zunächst zur praktischen Ergänzung oder als Vollendung des Studiums der Kommunikationswissenschaft oder der Soziologie gedacht. Aber es ist mehr.

Auch ein schöner Praktikumsplatz: Studentinnen der Hochschule Stralsund auf der „Greif“, Foto: Klaus-Dieter Block

Das Praktikum ist eine harte und intensive Schule, oft mit langen Arbeitstagen. Felix Jonathan Lange (22) könnte ein Lied davon singen. Macht er aber nicht. Er hat lieber eine Bachelorarbeit geschrieben, die er Ende Juli an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Universität Rostock eingereicht hat. Das Thema: „Einschätzung der Attraktivität der Hanse Sail für die Einwohner Rostock. Eine quantitative Pilotstudie.“ Somit wird Felix im Sail-Büro wegen seiner stillen und fleißigen Art nicht nur in guter Erinnerung bleiben, sondern er hinterlässt eine Arbeit, in der sicher auch das ein oder andere Mal nachgeschlagen wird, um zu sehen, wie z.B. die männlichen Besucher das Kanoniertreffen finden und die weiblichen den Markt. In den letzten beiden Jahrzehnten sind mehr als ein Dutzend Diplom-, Master- und Bachelorarbeiten geschrieben worden, die die Besucher der Hanse Sail und übrigens auch der Warnemünder Woche im Fokus hatten. Die meisten der Autoren waren Praktikanten.

Wir haben also ein gutes Bild, woher die Gäste kommen, was sie bevorzugen und was sie gut oder weniger gut finden. Eine großangelegte Wertschöpfungsstudie, die nicht über wissenschaftliche Arbeiten zu leisten ist, fehlt noch immer. Sie kostet Geld.

Der aus Rathenow stammende Felix Lange hat als erster die Sicht der Rostocker Besucher auf die Hanse Sail untersucht. Das ist nicht nur in quantitativer Hinsicht von Bedeutung, weil ca. 50 Prozent der Gäste von hier und aus Mecklenburg-Vorpommern kommen, sondern auch darum, weil Aufschlüsse über die Identifikation der Einheimischen mit „ihrer Sail“ möglich sind. Zwei Aussagen sollen hier hervorgehoben werden: „Insgesamt 76,9 Prozent der Teilnehmer zeigten sich zufrieden oder sehr zufrieden mit der Gesamtveranstaltung und nur 3 Befragte waren nicht oder überhaupt nicht zufrieden.“ Und: 97,5 Prozent der befragten Rostocker haben die Hanse Sail schon einmal besucht, die Mehrheit von ihnen schon mehr als fünf Mal. Man kann also durchaus von einem „Stammpublikum“ sprechen.

Vielen Dank, Felix, für diese gute Arbeit. Dieser Dank soll an dieser Stelle auch einmal an alle bisherigen Praktikanten der Hanse Sail und der Warnemünder Woche weiter gegeben werden.

Klaus-Dieter Block

MITSEGELN
während der Hanse Sail 2015

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