Sail-Kolumne
„Mit fünf Euro sind Sie dabei!“ 21. Hanse-Sail-Magazin erscheint im Januar 2011
Natürlich ist es Zufall, dass das Hanse-Sail-Magazin genauso viel kostet wie ein Los der ARD-Fernsehlotterie, die es seit 1956 gibt. So alt ist auch der Slogan. Damals allerdings noch mit fünf Mark. Kein Zufall ist, dass der Preis des hochwertigen maritimen Journals mit knapp 130 Seiten und zahlreichen ganzseitigen Fotos, an dem über 50 Text- und Fotoautoren mitgewirkt haben, im Unterschied zu den meisten Magazinen im Preis seit Jahren stabil ist.

„Mit fünf Euro sind Sie dabei!“, um in die Welt der Traditionssegler einzutauchen. Tatsächlich ist das Hanse-Sail-Magazin vor allem ein Jahrbuch über die Situation der Windjammer und Schoner, wobei diejenigen im Mittelpunkt stehen, die vom 11. bis 14. August nach Rostock und Warnemünde kommen.
Aber es gibt auch Berichte über Schiffe, die aus Altersgründen nicht mehr kommen können, wie die hundertjährige „Passat“ aus Lübeck-Travemünde, die noch nicht wieder können, wie die „Gorch Fock I“ aus Stralsund, oder die erst gebaut werden müssen, wie die "Alex II.", die Nachfolgerin der berühmten „grünen“ „Alexander v. Humboldt“. Sie kommt übrigens letztmalig nach Rostock.
Andere Segler kommen erstmals an die Warnow, wie hoffentlich die „Bounty“, ein 60-jähriger Nachbau des durch die Meuterei berühmt gewordenen Schiffes oder die „Wylde Swan“ aus den Niederlanden. Immer bei der Hanse Sail dabei war und ist die „Greif“, die vor 60 Jahren als „Wilhelm Pieck“ auf der Warnowwerft vom Stapel lief. Wenn das Magazin eine Zeitung wäre, könnte man auf die Titelseite die Überschrift setzen: „Die Hanse Sail erwartet so viele Windjammer wie seit 1996 nicht mehr!“ oder ganz kurz „Windjammer-Rekord!“. Die Gründe hierfür finden sich im Magazin.
Schon bevor feststand, dass mit der „Mir“ (Russland), der „Dar Mlodziezy“ (Polen), der „Stad Amsterdam“ (Niederlande) oder der „Bounty“ (USA) „neue“ Windjammer nach Rostock kommen, hatten die Magazin-Macher vor, aus dem dicken Katalog der Schiffstypen speziell die Windjammer vorzustellen, die nach 1945 gebaut wurden und werden. Eine zweite Schlagzeile für das Magazin 2011 wäre: “Die Windjammer sterben nicht aus!“ Von den über 450 Großseglern, die es weltweit gibt, sind ca. 50, die in den letzten 65 Jahren in Europa, in Nord- und Südamerika oder in Asien gebaut wurden.
Wenn Sie das Hanse-Sail-Magazin 2011 kaufen, müssen Sie es nicht unbedingt an einem „Platz an der Sonne“ lesen. Zwischen der Vorstellung des Magazins auf der weltgrößten maritimen Freizeitmesse, auf der „boot“ Düsseldorf, und der Sommer-Sonnen-Sail in Rostock liegen noch ein langer Winter und ein frisches Frühjahr.
Das Hanse-Sail-Magazin ist auch geeignet für einen Kaminabend und für Entdeckungen rund um die Hanse Sail. Hier finden sich, auch das ist traditionell, Kapitel und Themen, die Rostock und Warnemünde sowie Mecklenburg-Vorpommern als „maritime Fundgrube“ vorstellen. Traditionell ist auch ein Blick über den Teller- und Küstenrand, so auf das diesjährige Sail-Partnerland Norwegen, oder das Aufklappen der reich gefüllten Bücherkiste. Der Schriftsteller Bernd Melzer und der Grafiker Peter Bauer machen schließlich Appetit auf „Kochen und Essen in Mecklenburg“, u.a. mit „Himmel und Erde“. Das Sail-Magazin reiht sich also in den modischen Zeitgeist ein und ist mit Augenzwinkern (die Zwiebeln!) auch ein bisschen Kochbuch.
„Mit fünf Euro sind Sie dabei!“ und können erstmals mit dem Magazin soviel gewinnen wie noch nie. Auch wenn es keine Million ist. Es gibt mehrere Fragen mit maritimen Büchern als Gewinn und sogar der Möglichkeit, tatsächlich einen „Platz an der Sonne“ zu gewinnen: Einen 4- bis 5-Tagestörn auf der „Eye of the Wind“, einer hundertjährigen Brigg aus Dänemark.
Klaus-Dieter Block
Information
Das „Hanse-Sail-Magazin 2011“ gibt es ab Mitte Januar im Büro Hanse Sail und im gut sortierten Buch- und Zeitschriftenhandel sowie an Tankstellen der Region für 5.- Euro.
Bestellung
Tel. (0381) 208 52 33
Fax (0381) 208 52 32
hansesail@rostock.de
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