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Sail-Kolumne

20.01.2010

Hat die Sail ein Winterloch?

Eine Nachlese und drei Spitzennachrichten Was ist ein Winterloch? Bekannt ist das Sommerloch, wenn z.B. in der Parlamentspause nichts los ist und Zeitungen für jede Nachricht dankbar sind und die ansonsten unmaßgebliche Meinung eines Hinterbänklers abdrucken.

Die Hanse Sail ist eine Sommerveranstaltung mit einer Überfülle an Meldungen. Der Umkehrschluss wäre: Hier ist im Winter nichts los – also gibt’s ein Winterloch ...?

Bevor wir da tiefer hineingucken, lohnt noch einmal ein Blick auf den Sommer. In den ersten Tagen des neuen Jahres erreichte das Sailbüro die motivierende Winterlieferung eines so genannten Presseausschnittdienstes mit gesammelten Meldungen aus 60 Zeitungen und Zeitschriften über die 19. Hanse Sail. Darunter die „Großen“ wie die „Zeit“, die „Welt“, die „Frankfurter Rundschau“ oder die „Süddeutsche“, aber auch das „Badische Tageblatt“, das „Darmstädter Echo“ oder die „Pforzheimer Zeitung“.

Zum Winterloch. Müssen wir uns die Meldungen zwischen November und Februar aus den Fingern saugen? Nein. Natürlich ist die Ereignisfülle nicht so stark wie im Sommer. Aber es kommen im kalten Winter die Meldungen, die den heißen Sommer füllen und so oft schon jährlich auf der weltgrößten Wassersportmesse, auf der „boot“ in Düsseldorf, verkündet werden können.

Über 120 Schiffe haben sich bereits mehr als ein halbes Jahr vor der 20. Hanse Sail angemeldet. Darunter die ältesten und größten noch aktiven Windjammer der Welt, die SEDOV (Baujahr 1921) und die KRUZENSHTERN (1926).

Das ist keine Selbstverständlichkeit, weil das Werben um Großsegler in den letzten Jahren intensiv zugenommen hat und für die Eigner viele andere Optionen in Nordsee und Atlantik verlockend sind.

Zahlreiche Rahsegler, Schoner oder Haikutter können schon jetzt für Tagestörns während der Sail über die Tall Ship Buchungszentrale oder online direkt hier gebucht werden.

Dazu wird auch ein Schiff gehören, das als jüngstes Mitglied der Großsegler-Familie die Szenerie wunderbar bereichern wird. Ein Newsletter aus den Niederlanden ist in den ersten Januartagen eingetroffen. Zwei junge Skipperfamilien aus Kampen verfolgen seit einiger Zeit das ehrgeizige und mutige Projekt, den größten 3-Mast-Topp-Segelschoner der Niederlande zu bauen.

Die Arbeiten an dem 70-Meter Schiff mit dem schönen Namen GULDEN LEEUW gehen planmäßig voran. Im Frühjahr ist Taufe und in ihrem ersten Segelsommer wird der „Segelnde Holländer“ auch die Hanse Sail anlaufen.

Zu einer weiteren Wintermeldung mit einem Achtungszeichen gehört schließlich ein sailBALTIC-Katalog mit Segelangeboten, die im Rahmen des EU-Projektes SeaSide entwickelt wurden.
Schoner Races, youthHansaTour, Haikutter Race und Cogs Cruise bieten Segeltörns mit Traditionsschiffen auf der Ostsee und auf legendären Routen an.
So z.B. auf der Scandlines-Fährroute Rostock – Gedser – Rostock mit der GREIF und der SANTA BARBARA zwischen dem 26. und 29. April und am 1. und 2. Mai unter Regattabedingungen. Zu den Hansetagen der Neuzeit im estnischen Pärnu segelt die Schonerbrigg GREIF ab Greifswald am 18. Juni und wird am 3. Juli wieder in ihrem Heimathafen erwartet.

Im Rahmen des 2. Haikutter Races von Nysted (DK) nach Rostock am Vortag der 20. Hanse Sail kann unter Regattabedingungen mitgesegelt werden. Und wer es gemächlicher will, kann nach der 20. Hanse Sail auf einer Kogge „anheuern“, um auf der Route von Rostock nach Wismar und von hier nach Lübeck maritime Mittelalteratmosphäre zu genießen.

Klaus-Dieter Block




Hanse Sail Rostock Video

– MITSEGELN –
während der Hanse Sail 2012

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