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Sail-Kolumne

16.06.2010

Fryderyk Chopin im Rostocker Stadthafen

MARITIMER HOCHSOMMER in Rostock & Warnemünde - die noch junge Idee, zwischen den großen Segelveranstaltungen WARNEMÜNDER WOCHE (3.-11. Juli 2010) und Hanse Sail Rostock (5.-8. August 2010), besondere maritime Erlebnisse zu inszenieren, funktioniert.

Vom 12. bis 15. Juli 2010 liegt im Stadthafen Rostock gegenüber vom Hanse Sail Büro und des Theaters im Stadthafen die polnische Brigg FRYDERYK CHOPIN.
Das Schiff selbst ist schon eine Augenweide und ihre Ankunft ist einen Ausflug nach Warnemünde wert.

Sie wird am 12. Juli gegen 18.00 Uhr, falls es die Wetterbedingungen zulassen, gemeinsam mit dem Dampfeisbrecher STETTIN, die Molenköpfe passieren. Und wie es hier gute Sitte ist, werden sie von Rostocker Schiffen empfangen und in einer Geschwaderfahrt begleitet.

Begrüßt werden zwei Schiffe, die historisch und aktuell mit Rostocks Partnerstadt Szczecin eng verbunden sind. Der Dampfeisbrecher STETTIN, heute Heimathafen Hamburg, wurde hier in den Oderwerken 1933 gebaut. Für die 55 Meter lange CHOPIN ist Szczecin der Heimathafen. Gebaut wurde der Zweimaster mit einer Segelfläche von 1.200 qm auf der Dora- Werft in Gdynia und gehört zu den grandiosen Entwürfen von Zygmunt Choren, dem Konstrukteur der so genannten „Mir“- Klasse.

Der polnische Windjammer, der der European School of Law and Administration in Warschau gehört, ist anlässlich des diesjährigen 200. Geburtstages des polnischen Komponisten Fryderik Chopin auf einer Tour durch europäische Hafenstädte an der Ost – und Nordsee.

Segelschiffe und Häfen bieten immer eine besondere Atmosphäre für Begegnungen und Kulturerlebnisse. Und so klingen die Pläne für die Rostocker Liegezeit der FRYDERYK CHOPIN verheißungsvoll. Am 13. Juli 2010 wird es ab 19.00 Uhr einen wirtschaftspolitischen Empfang auf Einladung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft an Bord geben- eine gute Gelegenheit für Vertreter Stettins und Rostocks sowie für Unternehmer beider Städte und Regionen, Kontakte zu festigen oder neu zu knüpfen.

Der Abend des 14. Juli ist der Kultur gewidmet. Ab 21.00 Uhr wird es ein kleines Klavierkonzert der Japanerin Eri Mantani mit Stücken von Fryderyk Chopin geben. Die Karriere der 1982 in Osaka geborenen Pianistin und vielfachen Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe ist eng mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) verbunden. Hier hat sie ihr Studium mit dem Magister der Hochschule 2007 abgeschlossen, absolvierte ihr Konzertexamen nach einem Aufbaustudium 2009 mit „Auszeichnung“ und studiert gegenwärtig Klavier-Kammermusik an der HMT.

Anschließend ist eine Akrobatik – Performance im Rigg des Schiffes zu erleben, bevor von 22.00 bis 22.30 Uhr die Mecklenburgische Bläserakademie (MBA) Proben ihres Könnens offeriert. Die MBA ist ein Gemeinschaftsprojekt der HMT Rostock und der Orchesterakademie bei der Staatskapelle Berlin. Der Auftritt der MBA im Rostocker Stadthafen findet wenige Tage vor einer Tournee statt, die die Musiker mit fünf Konzerten nach Polen in die Region um Koszalin führt.

Das Feuerwerk ab 22.30 Uhr setzt schließlich ein schönes Signal für die lebendigen und herzlichen deutsch-polnischen Beziehungen und für ein Glanzlicht des MARITIMEN HOCHSOMMERS 2010.

Klaus-Dieter Block




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